GARAGISTA

Jetzt glänzt er wieder…

Nachdem der Lack von der Karosserie entfernt war, ging es gleich wieder an das Zusammenbauen. Aber natürlich nicht für die Lackierung, sondern um zuerst die Spaltmaße zu prüfen und weiter zu korrigieren. Insbesondere gefiel die Passung der Motorhaube und der Klappscheinwerfer nicht, so dass hier nochmals nachgezinnt werden musste. Bei der Motorhaube war es doch recht mühsam mit – Motorhaube einbauen, prüfen, wieder ausbauen, aufzinnen, grob schleifen, Motorhaube einbauen, prüfen… Und alles wieder von vorne – bis es endlich passt. Schließlich waren alle Anbauteile eingepasst und der Wagen kommt zum Lackierer.

 

Nach mehrfachem Anpassen: Eine weitere Kontrolle der Anbauteile

Die Ecken und Radien mussten bei den Klappscheinwerfern nachgearbeitet werden. Hier hatte sich Pininfarina nicht sehr viel Mühe gemacht.

Auch die Flucht, das Spaltmaß und die Passung zur oberen Kante konnten noch verbessert werden

Und welchem Lackierer vertrauen wir den Wagen jetzt an? Natürlich haben wir uns auf primär auf Referenzen und persönliche Empfehlungen verlassen, aber den Preis wollten wir auch nicht ganz außer Acht lassen.

Die ersten Gespräche hatten uns dann doch überrascht. Wir hatten einen Aufwand von 200 Stunden erwartet, jedoch lagen die Angebote dann deutlich höher bei 250 bis 400 Stunden. Das ist schon eine Menge, aber es ist tatsächlich wohl auch viel Mühe, Sorgfalt und Liebe zum Detail notwendig, um die Lackierung in einen perfekten Zustand zu bringen. Und Perfekt sollte die Lackierung natürlich werden.

 

Zur „porentiefen“ Reinigung und zur Sicherstellung, dass jeglicher Rost beseitigt ist, wurde die gesamte Karosserie mit Rostumwandler Fertan behandelt. Gerade durch das umfangreiche Verzinnen und den notwendigen Einsatz von Flußmittel möchte man ja nicht, dass auch nur kleinste Rostpartikel eingeschlossen werden. Fertan ist geeignet, den Rost chemisch umzuwandeln und somit sicherzustellen, dass die Karosserie vor der Lackierung nicht nur rostfrei aussieht, sondern tatsächlich auch rostfrei ist.

Anblick ist gewiss gewöhnungsbedürftig. Aber man kann hier schön erkennen, wie sich die verzinnten Bereiche als helle Stellen abgrenzen. Beim 400er wurden die Übergänge in den A- und C-Säulen, die Spaltmaße und die eckigen Kanten durch Pininfarina mit Zinn herausgearbeitet.

 

Nach dem ersten Reinigungs- und Schleifvorgang sieht die Karosserie wieder „erwartungsgemäß“ aus. Und rostfrei.

Sorgfalt im Detail: Auch die Anschlussbereiche zum Unterboden werden herausgearbeitet

Die kantige und eckige Form des 400er ist offensichtlich eine besondere Herausforderung.

Zu einer perfekten Lackierung gehört auch, dass die Anbauteile mit der gleichen Sorgfalt vorbereitet werden, wie die eigentliche Karosserie. Hier wird die Innenkante der Türe verbessert – dies gab es bei Pininfarina früher wohl auch leider nicht.

Feinarbeiten beim Einpassen der Klappscheinwerfer

Zum Erkennen von Fehlstellen ist die Karosserie hier mit Kontrastfarbe vorbereitet

Für die letzte Kontrolle und zum Sicherstellen, dass alles so ist, wie es später auch sein soll, wird der Wagen mit Vorfarbe lackiert. Die letzten Feinheiten können noch erkannt und beseitigt werden.

Gerade auf die Stellen, die bei vielen Lackierungen nicht oder nur schlecht lackiert werden, kommt es an. Hier trennt sich „die Spreu vom Weizen“ bei den Vorarbeiten.

 

Gleich ist es soweit. Der Ferrari 400i wartet auf seine Farbe.

Jetzt glänzt er wieder. Der Farbton GRIGIO METALLICA FER 700/C ist original Werksauslieferung und der Lack ist tatsächlich perfekt geworden. Wir haben dem Untergrund extra nochmals 4 Wochen Zeit gegeben, um auszulüften, damit die Schlusslackierung einen richtig guten Untergrund hat. Zur Belohnung gibt es eine wirklich glatte Oberfläche und einen richtig tiefen Glanz.

Nach dem Anliefern und Auspacken wartet der 400er auf den Zusammenbau